Spielfigur.
Ich liege hier in deinen sicheren Armen. Versuche krampfhaft nicht in deine Augen blicken zu müssen. Liebevoll streichst du über meine Hände. Als ob du es ernst meinen würdest. Als ob dein Herz für mich schlagen würde.
Doch ich weiss, dass du dich täuschst. Vielleicht unbewusst, aber du tust es. Fast täglich stehst du vor meiner Tür. Mit einem Lächeln im Gesicht. Es wirkt fröhlich. Als ob du glücklich wärst. Aber bist du das?
Wie selbstverständlich nimmst du meine Hand und umklammerst sie, als würdest du sie nie wieder loslassen wollen. Ich bin dein Mädchen. Dein Ein und Alles.
Du sagst es so oft. Als ob du es dir einreden müsstest, um es Wirklichkeit werden zu lassen. Immer wieder wiederholst du diese Dinge, streichst mir durch das Haar und schwärmst mir vor, wie sehr du mich liebst.
Diese Lügen. Sie zerreissen mich innerlich.
Du lachst mit mir und trägst mich auf Händen. Alles scheint so perfekt zu sein. Und niemand denkt, dass dieser Schein trügen könnte.
Es ist alles wie ein Spiel. Du bist der Spieler und ich die Spielfigur. Und irgendwann wirst du merken, dass du nicht gewinnen kannst. Und ich werde weggeworfen. Wie eine alberne Puppe. Deine Spielfigur.
Als ob ich nichts wert wäre.
Ich wünschte, ich könnte deinen Worten Glauben schenken. Ich wünschte, ich könnte geniessen, was wir zusammen aufgebaut haben. Wir könnten einfach glücklich sein.
Doch weisst du. Ich suche dieses Schimmern in deinen Augen. Das Schimmern, das mir sagt, dass dies Wirklichkeit ist. Dass ich dir glauben kann.
Aber deine Augen, sie sagen, dass du dich irrst. Sie sagen, dass du mich nicht liebst.
Deshalb, wirf sie weg, deine Spielfigur.








